Es gibt also immer noch Bronies

Ich habe meine Meinung über Bronies ja schonmal kund getan, und wollte auf dieses tote Pferd ja nicht weiter einprügeln. (Kapiert? Höhöhö) Aber diese Geschichte will einfach erzählt werden.
Ich werde hier keine Namen von involvierten Firmen und Personen nennen, jedenfalls keine echten. Betroffene dürfen sich hier ganz anonym schämen!

Bis vor einigen Jahren habe ich noch in einer Firma gearbeitet. Zu einigen meiner ehemaligen Arbeitskollegen habe ich immer noch Skype-Kontakt. Einer dieser Kollegen (nenn wir ihn jetzt mal Karl) ist mittlerweile Ausbilder und für die Azubis der Firma zuständig. Letzten Dienstag rief mich dieser Mann dann auf meinem Skype an und erzählte mir folgende Geschichte:

An diesem Dienstag sollten alle Azubis im Außendienst beschäftigt sein. Die daraus resultierende Leere des Azubiraumes sollte also dazu genutzt werden um eine bestimmte Gerätschaft zu reparieren. Diese Reparatur wollte der Chef (nennen wir ihn mal Boss), mit der Hilfe von Karl, persönlich durchführen.  Man traf sich also und betrat zusammen den Azubiraum.

Dieser war jedoch gar nicht leer. Einer der Azubis ist aus ungeklärten Gründen nicht zum Außendienst erschienen, sondern saß hier im Raum am PC. Der Schreibtisch war der Tür abgewandt, so, dass der Azubi mit dem Rücken zur Tür saß. Auch hat der Azubi die beiden betretenden Männer nicht bemerkt, denn er war sehr beschäftigt.

Er war damit beschäftigt zu masturbieren…. und das während er schnauffend auf pornografische Fanart zu “My Little Pony: Friendship is Magic” starrte.

Die entsetzten Männer traten näher an den Azubi ran, der noch immer nichts davon merkte, dass man ihm dabei erwischt hatte seine Salami zu prügeln….  Und dem Boss wurde es nun allmählich zu bunt und räusperte sich mit einem mahnenden “AHÄM!”

Leider kam dieses Räuspern zu einem denkbar ungünstigem Zeitpunkt. Nämlich genau in der Sekunde in der unser Azubi abspritzt. Geschockt springt der kommende Azubi auf und fährt herum, und verteilt seine Sacksahne auf Tisch, Stuhl, Boden…. und der Hose vom Boss.

Der Rest der Geschichte ist unklar, weil Karl in seiner Erzählung vor Lachen beinahe erstickte. Jedoch endet die Geschichte mit einer Kündigung des Herren Azubi… mit den Begründungen “Vertrauensbruch gegenüber des Arbeitgebers”, “Missbrauch von Arbeitsmaterial” (Pony-porn auf dem Computer) und “Ungebührlichem Verhalten am Arbeitsplatz”.

Ich persönlich finde jedoch, dass das schlimmste immer noch sein wird, wenn die Mutter des Azubis ihren Sohn fragt warum er denn entlassen wurde…  Liebe Leser, stellt euch doch mal vor, ihr seid dieser Azubi und müsst eurer Mama nun diese Geschichte beichten…

Trotzallem möchte ich dem Bronie-Azubi dafür danken, mir wieder Motivation und Stoff gegeben hat, meinen Blog zu erweitern. Außerdem dafür, dass er mir die Möglichkeit gab einen Lebenslangen Traum zu erfüllen… nämlich einmal das Wort “Sacksahne” in einem Blogpost zu verwenden.

… mehr habe ich nicht dazu zu sagen….

Wie sieht’s eigentlich in Niewinter aus?

Vor einiger Zeit (Ich glaube es war sogar mein erster Blogpost überhaupt) habe ich über ein Spiel namens Neverwinter berichtet. Besonders darüber, dass es mir gefällt mit dem beigefügten Foundry-Editor eigene Quests und Kampagnen zu erfinden. Leider aber gab es damals unendlich viele Bugs, laaange und häufige Downtimes und generell lief das Spiel einfach nicht gut genug um nicht frustriert das Handtuch zu werfen. (Aber nicht zu weit weg, man muss nämlich immer genau wissen so sein Handtuch ist)

Naja, jedenfalls habe ich nun, gut ein Jahr später, nochmal in das Spiel eingeloggt.. und siehe da: War lange reift wird endlich Wein… oder so….

Zwar ist das Spiel lange nicht Bugfrei (welches MMO ist das schon?) aber durchaus sehr gut Spielbar.

Natürlich habe ich mich sofort wieder auf die Foundry gestürzt und erstmal geschluckt… die ersten drei Teile meiner Kampagne, welche ich damals schon fertiggestellt hatte, sind alle drei in den TOP-50 gelandet. Einer sogar in den Top-10. Jeder der Quests hat auch bereits einmal den Titel “Foundry der Woche” erhalten…. WOW….   und ich war nicht da… F*CK….

Ich habe auch gleich damit begonnen den vierten Teil der Kampagne weiter zu machen, und bin grade eben damit fertig geworden. Mal sehen wie der ankommt.

Hier mal ein paar echt coole Screenshots von meiner neuesten Quest:

2014-10-14_00001 2014-10-14_00005 2014-10-14_00007 2014-10-14_00008 2014-10-14_00010 2014-10-14_00011 2014-10-14_00016 2014-10-14_00018

Wer mal mitspielen will kann das gerne tun. Das Spiel ist vollkommen gratis und verzichtet sogar auf ein Pay2Win System im Shop. Es gibt zwar einen, aber die dort erhältlichen Items sind hauptsächlich kosmetischer Natur.

Wer Steam hat, kann sich Neverwinter ganz bequem dort per Klick runterladen und spielen, alle anderen bekommen das Spiel hier.

Meine Quests sind überigens die folgenden:

Kampagne: Die suchenden Toten

  • Teil 1: Der Kult – NW-DJUMPS5L8
  • Teil 2: Ankunft aus Chult – NW-DOKPLPMGY
  • Teil 3: Tapfere kleine Minni – NW-DFMHUV7D8
  • Teil 4: Böses im Herzen – NW-DEOL36XRG
  • Teil 5: … Kommt noch…..

Meine Rückkehr in die Welt des Krieges

WoWChars

Seid einigen Wochen, ich gestehe unter Scham, spiele ich wieder World of Warcraft.

Ich habe mich, der mittlerweile etwas altbackenen Milf der MMO’s wieder zugewendet, weil mein kleiner Bruder mit einigen RL Freunden eine neue Gilde auf die Beine stellen will und ganz viel “biiiiiddöööö” gemacht hat.

Und um das ganze noch trauriger zu gestalten, haben wir auf einem ganz neuen Server mit der anderen Fraktion angefangen. Nun bin ich also ein Allie-Kiddie. Naja, so erlebe ich die Geschichte wenigstens auch mal aus der Sicht der bisher so verhassten Feindfraktion meiner alten Chars.

… trotzdem tut es jedesmal ein bisschen weh, wenn ich Mitglieder meiner Lieblingsrasse, den Goblins, einen Todesstoß versetzen muss… Die Welt ist sooo ungerecht.

Ein bisschen Nostalgie habe ich mir dann doch gegönnt, und einen meiner Endgame Chars getranst. Chiwa, ehemals Blutelfenmagierin, tobt sich nun als Worgin auf dem neuen Server aus. Die Entscheidung, Chiwa zur Worgenfrau werden zu lassen bereue ich allerdings mittlerweile, da die Worgen alle paar Sekunden eine Art “Schnuff Schnuff Schniff Schlabber” Geräusch von sich geben… nach 10 Minuten nervt das ungemein.

Da der Umzug von Chars auf andere Server aber Geld kostet und ich mit Dagobert Duck leider einzig und alleine den Geiz gemein habe, bleiben Blitzi und Leisa wo sie sind. Stattdessen werden ein jeweils neuer Paladin und Priester aufgelevelt. Meet Kubort den Palazwerg und Minnivic die Priestergnomin.

Für beide heißt es also: Rein in das Levelgear und durch Instanzen toben.

Leider geht letzteres nicht alleine… und da niemand von der neugegründeten Gilde die Geduld hat neue Chars zu leveln (bzw, die einzige Person die schon länger auf dem Realm spielt, hat eben schon alle Char hochgespielt) , wurden sich fleißig LvL90 Tokens gekauft. (Ja, man kann sich nun bei Blizzard Tokens kaufen… für “nur” 50 Euro kann man einen beliebigen Char sofort auf LvL 90 pushen…. wow) Da mir das nun aber sowohl zu teuer als auch viel zu blöd ist, darf ich meine Babychars alleine Leveln.

Naja… “Alleine” heißt in diesem Fall “Mit Zufälligen, fremden Spielern”… oder auch Randoms genannt. Und das ist nicht schön…  besonders nicht, wenn man unter Begegnungen leidet.

Ich werde einfach mal ohne weiteren Kommentare einige Situationen niederschreiben:

 

Im Düsterbruch spiele ich als Tank. Plötzlich bekomme ich keine Heilung mehr und die Gruppe stirbt:

Ich: Wieso kam da keine Heilung?!?!
Heal: Weil die Mobgruppe auch ignoriert werden könnte, die is unnötig!
Ich: Jetzt war sie aber gepullt, warum heilst du denn nicht?
Heal: Weil ich grundsätzlich nicht heile wenn unnötige Gruppen gepullt werden!!!
Ich: Dann lässt du also lieber die ganze Gruppe, dich eingeschlossen, sterben?
Heal: Das sind meine Prinzipien. Wer zu blöd ist nur die richtigen Gruppen zu pullen wird nicht geheilt, heul doch!!

 

Ich bin als Heiler im Kloster und es droppt eine Halskette mit Intelligenz und Willenskraft, der Krieger-DD würfelt sie mir weg:

Ich: Alter, warum würfelst du mir die Kette weg?
Krieger: Weil ich keine habe!
Ich: Int und Will bringen dir eh nichts! Gib mir die doch bitte!
Krieger: FICK DICH DU BIST SCHLIMMER ALS HITLER *verlässt Gruppe*

 

Interessantes Gespräch zwischen einem Tank und einem Heal im LFR Raid:

Heal: ALTER WARUM PULLST DU??
Tank: Äh, weil ich der Tank bin?
Heal: SCHNAUTZE DEINE MUDDA IS TANK IM DÖNERLADEN!!!

 

Nach einem ziemlich guten Run ohne Zwischenfälle stehen wir vorm Boss als einer der DD’s urplötzlich an Tourette zu erkranken scheint:

DD: IHR SEID SO SCHEISSE ICH WAR NOCH NIE IN SO EINER SCHEISS GRUPPE!!!
Anderer DD: Hä? Läuft doch alles super!
DD: HALT DEINE FRESSE ICH FICK EURE MÜTTER!!!! *verlässt Gruppe*
Ich: Ich weiß grade nicht ob ich lachen oder weinen soll… ö_Ö
Anderer DD: Ich mach beides!! xDD

 

Bedarf keiner weiteren Erklärung:

DD: Lern mla spilen dep
Heal: Erlerne doch bitte die Kunst der Rechtschreibung.
DD: Wat? auf frese oder watt?!?!?!?!?!?

 

Das waren nun so die führenden Begegnungen mit “interessanten” Randoms der letzten Woche. Aber ich habe so den Verdacht, dass es nicht die letzten waren…. ich bin mal gespannt.

 

 

Für das Imperium!

Hurra, meine RP-Dürrezeit ist vorbei. Unlängst haben mein Bruder, zwei Bekannte und ich eine Star Wars D20 Runde begonnen. Ich bin nicht nur SL der Runde, sondern muss auch noch die Rolle des Chronisten übernehmen.

Man einigte sich auf eine Kampagne in der Old Republic era auf imperialer Seite.

Zunächst stelle ich mal die Spielerchars vor.

  •          Robco spielt einen Commander des imperialen Militärs.
    Baro “Das Biest” Bies hat sich in mehreren Auseinandersetzungen einen Namen gemacht. Bekannt für seine schnelle, harte und effiziente Vorgehensweise stieg er die Karriereleiter des Militärs rasch hinauf.
    Mittlerweile trägt er den Rang des Commanders und befehligt eine Sondereinheit, für den er vorzugsweise Soldaten rekrutiert, welche durch besonders aggressiven Verhaltens aufgefallen sind.
    Durch gute Beziehungen zu seinem Namenvetter Darth Baro, konnte er so schon an Soldaten kommen, die vom Militärgericht verurteilt wurden.

o   Dr. Kiki Lara, Feldärztin mit weitreichender Chirurgischer Erfahrung. Aus dem Imperialen Sanitätercorps entlassen wegen ihrem Hang zur Folter.

o   Ed und Ned. Aggressive, aber hingebungsvolle Feldsoldaten. Als Zwillinge unzertrennlich. Vom Kriegsgericht zur Hinrichtung verurteilt, weil sie einige Soldaten ihres alten Trupps wegen “Inkompetenz” erschossen haben. Auf Bitte des Commanders hin von Darth Baro begnadigt.

o   Zascha, Aufklärer und Scharfschütze. Verstohlen und hinterhältig war er auf der Kandidatenliste des Imperialen Geheimdienstes. Wurde aber wegen seinem Hang zum Glücksspiel für psychisch untauglich erklärt.

o   Buster “Brick” Tennant. Sprengstoffexperte ausgeprägter Pyromane.

o   Trixie Gadget, ausgezeichnete Feldtechnikerin, welche ihren Wert auf einer Mission auf Taris bewies.

  •          Eddi hat sich für einen Sith entschieden:
    Costic war einer der besten Absolventen auf Corriban. Handverlesen wurde er Schüler von Darth Gennua, einem Mitglied des Rates der Sith. Als meisterlicher Nahkämpfer setzt sein Meister große Hoffnungen in ihn.
  •          K. spielt einen Sith der nicht ganz so viel Glück hatte. Aufgrund ihrer Vorgeschichte (welche noch geheim bleiben soll) hatte Letizia es nicht leicht auf Corriban. Ihre Ausbilder versuchten sie mehrmals in den Tod zu schicken, aber scheiterten.
    Ihre Meisterin, Darth Viciosa, nahm sie nur wiederwillig auf den Geheiß des Rates an.
    Letizia zeigt nur mittelmäßiges Talent mit ihren beiden Lichtschwertern, was sie aber durch eine starke Verbundenheit mit der Macht wieder ausgleicht.

 

So, nun kennen wir unsere protagonistischen Anti-Helden, schreiten wir zur Chronic über.

Es war einmal vor langer Zeit in einer weit, weit entfernten Galaxie…

Baro und Costic lernten sich auf einer Mission aus Taris kennen, wo sie ein geplantes Überlaufen eines imperialen Elitetrupps aufklärten und verhinderten.

Nach ihrer Rückkehr auf Dromund Kaas werden beide von Darth Gennua gewarnt, dass die Inquisition ein Auge auf Costic geworfen hat, da er auf Taris selbst vortäuschte ein Überläufer zu sein, um sich in die Reihen der Verräter ein zu schleusen. Zur Beobachtung wird ihm also eine junge Schülerin der Sith-Inqisitoren zur Seite gestellt: Letizia.

Während sich Letizia in Kaas-City zu den anderen stößt, wird sie von einem fremden Protokolldroiden mit einem Mitglied der Revaniten verwechselt, und angesprochen. Als dem Droiden sein Fehler bewusst wird, war es bereits zu spät. Er wird von Letizia deaktiviert und Baro entfernt den Hauptspeicher des Droiden. (Wobei dieser bemerkt, dass der Droide vermint war, und den Sprengsatz entschärft.)

Aus bislang unbekannten Gründen, wurde die Gruppe schon die ganze Zeit vom imperialen Geheimdienst beobachtet, welcher sich nun über Funk meldet und zu erkennen gibt. Die Gruppe wird in das HQ bestellt. Dort wird der Speicherchip des Droiden ausgelesen und ein Treffpunkt der Revaniten, zusammen mit einer Liste von Mitgliedern, ausgelesen. (Auch hier schafft es Baro einen Computervirus zu entfernen, welcher das auslesen dieses Chips unmöglich machen sollte.)

Die Gruppe bekommt den Auftrag das Lager der Revaniten zu säubern, als sich über Holo eine Sith meldet. Darth Zhorrid wünscht die Gruppe zu sehen. Unsere Helden werden von einem Agent des Geheimdienstes, welche sich schlicht als “Ziffer 9” vorstellt, ins Büro der Sith gebracht.

Im Büro der offensichtlich Wahnsinnigen Sith befinden sich sechs Menschen, welche mit Maschinen offenbar gefoltert werden. Darth Zhorrid erklärt, dass dieses Schicksal denen zuteil wird, welche ihren Anforderungen nicht entsprechen. Und um gleich die Spreu vom Weizen zu trennen, hat sie vor die Fähigkeiten der Gruppe zu testen. Sie befreit die Gefolterten von ihren Maschinen und stellt ihnen in Aussicht von ihrer Folter befreit zu werden, wenn sie es schaffen die Gruppe zu töten.

Unsere Helden gewinnen den Kampf, Costic wird allerdings verletzt. Zhorrid scheint trotz dem Sieg der Gruppe unzufrieden zu sein, schickt sie dennoch auf ihre Mission.

Die Gruppe entscheidet sich jedoch zuerst Costic mit Kolto zu behandeln.

—–

So, das war die erste Spielrunde, heute Abend geht es weiter.

Warum hat der Droide ausgerechnet Letizia mit einem Revaniten verwechselt, warum war der Geheimdienst gleich zur Stelle… und wieso war Darth Zhorrid nicht amüsiert? Stay Tuned!

 

Heshe 2.0

Man höre und staune, ich habe eine Rollenspielrunde gefunden. Nächsten Freitag nehme ich an einer Runde Arcane Codex Teil.

Dazu habe ich mein Konzept von Heshe wieder aufgegriffen. War die Ärmste doch in der Welt von DSA unter der Leitung eines… ähm… sehr komischen Spielleiters gefangen.

Natürlich musste ich den Char nun etwas abändern um in die Welt zu passen. Und da ich nunmal ein total fleissiges Bienchen bin, habe ich auch gleich eine Vorgeschichte für Heshe geschrieben. In Tagebuchform. Dies möchte ich euch nun vorstellen.

———————————

In Aquitaines irrt eine Frau herum. Sie ist mit nichts bekleidet außer einem Leopardenfell, welches eher ungeschickt ihre schwarze Haut bedeckt. Sie befragt mehrere Passanten um den Standort des Tempels von Suria.

Zeugen beschreiben die junge Frau als wunderschön, mit reiner, schwarzer Haut, langen ebenholzfarbenen Haaren und Augen welche dich in ihren Bann zu ziehen scheinen.

Letztendlich erreicht sie den Tempel. Wortlos überreicht sie der Tempelmutter ein kleines Buch. Einst muss dieses Buch kostbar und reich verzieht gewesen sein, doch es wirkt nun alt, schmutzig und abgegriffen.

Auf den Seiten des Buches ließt sich folgendes:

 

Mein liebes Tagebuch,

mein Name ist Minerva du  Gaidon aus Aquitaines. Dritte Tochter der Generation des Afons aus der Sippe der Gaidon und Priesterin der Suria.

Es ist nun einige Tage her, dass ich Dich auf dem Markt in Solice sah. Dein Blutroter Einband und gefassten Rubine haben mich gleich verzaubert. Ich musste dich einfach kaufen. Nun sind wir auf einem Schiff mit dem wunderschönen Namen “Rose der Wellen” und fahren den Sangreux hinab ins Meer.

Dies ist der erste Tag der Reise, von der ich Die nun erzählen möchte. Vor wenigen Tagen vernahm ich die Geschichte eines Reisenden, welche über eine verlorene Stadt in den Tiefen von Vrai Kor berichtete. Tief in den Dschungeln von Kau Lung liegt die Ruine von Kar Falobbst, die vergessene Stadt der Künste einer längst ausgestorbenen Hochkultur.

Unentdeckt und unberührt, so sprach der Fremde, sollen Mengen an wunderschönen Zeugnissen alter Handwerkskunst zu finden sein.

Ich war nicht die einzige, welche den Worten des Reisenden Glauben schenkte. Nachdem der Reisende den Platz verlies, überhörte ich die Pläne dreier Söldner, welche vorhatten diese Ruine zu finden. Ich träume davon eine der Kostbarkeiten der Sammlung des Tempels hinzu zu fügen, und schloß mich der Gruppe an. Und so kam es, dass ich nun auf der Rose der Wellen meinen Weg zur Insel Vrai Kor bestreite.

 

Mein liebes Tagebuch,

Seid Tagen sind wir nun auf dem offenen Meer. Die Anzahl meiner Gefährten hat sich erhöht. Es stellte sich heraus, dass die anderen drei eine Kriegerin der Krask vor den Augen der Bewohner meiner Heimatstadt versteckt hielten.

Es erschreckt mich mit einer dieser Wesen auf einem Boot zu sein. Jedoch scheinen ihre Absichten rein zu sein. Vielleicht bin ich nur en Vorurteilen unterlegen, ich sollte Ihr eine Gelegenheit geben sich zu beweisen.

Doch noch etwas anderes erschreckt mich. Die Mannschaft der Rose betiteln unseren Zielort als “Grüne Hölle”. Kein schöner Gedanke, dass wir dorthin unterwegs sind.

 

Mein liebes Tagebuch,

ich habe Dich lange ignoriert und es tut mir leid. Aber seid Tagen irren wir durch diesen verdammten Dschungel. Wehmütig wünschte ich mir die Geborgenheit des Tempels zurück.

 

Mein liebes Tagebuch,

Unsere Vorräte sind verbraucht. Fidla, die Halblingsfrau unserer Gefolgschaft, probierte eine der blauen Früchte. Es dauerte nicht lange bis sie krank wurde. Selbst mit der Macht Surias vermag ich es nicht ihr Fieber zu senken.

Ich fürchte um ihr Leben.

 

Mein liebes Tagebuch,

wir haben zwei meiner Gefährten bestattet. Es waren  die Elfin und der Mensch. Wir wurden von einer Horde Insekten angegriffen, welche die Größe von Adlern hatte.

Wir kämpften verzweifelt, und die Krask erschlug allein fünf von ihnen. Letztendlich konnten wir diese widerlichen Wesen vernichten. Aber für Aliase und Olac kam jede Hilfe zu spät.

Wenn ich meine Augen schließe, sehe ich noch immer, wie diese Monster ihre Schwertartigen Stachel in den Körpern unserer Freunde versenkten und sie aussaugen.

Auch Fidla geht es schlechter. Sie ist blass und ihre Lippen sind tiefblau.

 

Mein liebes Tagebuch,

die Krask ist fort. Ein Tier, welches ich nur als monströse Wildkatze beschreiben kann, griff uns aus dem Blätterdach heraus an.

Sie befahl mir mit Fidla zu fliehen, und so tat ich es. Mit dem Halbling über meiner Schulter rannte ich bis meine Beine mich betrogen.

Ich habe nun ein Lager aufgeschlagen und warte auf die Krask. Erst jetzt fällt mir auf, dass ich nie nach ihrem Namen gefragt habe. Ich hoffe sie kommt zurück.

 

Mein liebes Tagebuch,

Fidla ist dem Fieber erlegen. Ich bin allein, hungrig und durstig. Ich werde meine Heimat nie wiedersehen. Das weiß ich nun.

 

Mein liebes Tagebuch,

ein Wunder ist geschehen. Ich war schon fast verdurstet und legte mich zum Sterben hin. Doch wider Erwarten öffnete ich meine Augen erneut. Ich war fortgebracht worden, während ich schlief. Ich befand mich in einem Zelt, und ich war nicht allein.

Neben mir saß ein Mädchen. Ich schätze sie auf das Alter von 17 jahren. Sie spricht in einer, mir unbekannten Sprache. Sie gab mir Wasser und Nahrung. Sogar die Wunden welche ich mir bei meiner Flucht zuzog behandelte sie mit Salben und fremden Kräutern.

Mein liebes Tagebuch,

es ist nun eine lange Zeit vergangen. Aber ich habe eine interessante und wundervolle Zeit erlebt. Wie ich mittlerweile lernen konnte, wurde ich von einem Stamm gerettet, welche sich die “Kiev Ka Dun” nennen. Ein kleiner Stamm von Menschen, welche nomadisch durch den Dschungel ziehen und von der Jagt und dem Sammeln lebt.

Ihre Sprache ist primitiv und schwer zu verstehen, aber ich habe genug gelernt um mich verständigen zu können.

Das Mädchen, welche ich bei meinem Erwachen bei mir hatte heißt Heshe. Sie pflegte mich gesund und führte mich in ihre Kultur ein. Im Gegenzug lehrte ich ihr unsere Sprache. Ich lehrte ihr das Schreiben und Lesen und erzählte ihr von den Wundern der Zivilisierten Welt.

Ich genieße die Freizügigkeit der Kiev Ka Dun. Es gibt kaum Bedarf für Kleidung, im besten Falle tragen die Kiev Felle, welche aber eher dem Schmuck als der Verhüllung des Körpers dienen.

Ich habe einige Aufgaben im Stamm übernommen. So kümmere ich mich um Kranke und Verletzte. Außerdem schließe ich mich den Sammlern an um Wurzeln und Früchte zu erbringen.

 

Mein Liebes Tagebuch,

wieder habe ich eine lange Zeit verstreichen lassen. Es gibt kaum Zeit um dir von meinen Tagen zu berichten.

Ich habe die Sprache der Kiev erlernt und den Worten des Schamanen gelauscht. Anscheinend verehren diese Menschen ein Gotteswesen namens Onth Kran, die Schlange.

 

Mein liebes Tagebuch,

ich habe einen schweren Fehler begangen. Ich berichtete den Menschen der Kiev von den Göttern. Ich erklärte ihnen, dass der Glaube an eine göttliche Schlange Aberglaube sei.

Ich wollte ihnen das Geschenk des wahren Glauben bringen und wurde für meine Arroganz bestraft. Der Schamane gebahr auf, und schimpfte mich Hexe. Das so freundliche Volk der Kiev wendete sich gegen mich. Ich wurde gefesselt und sollte als Opfergabe für die Schlange dienen.

Doch in der Nacht kam Heshe, sie schnitt mich von dem Baum und wir flohen gemeinsam. Ausser Dir und wenigen anderen Habseligkeiten habe ich alles im Lager der Kiev zurückgelassen.

 

Mein liebes Tagebuch,

Heshe und ich sind nun seid Tagen unterwegs. Sie kann nicht zurück. Um mich zu retten hat sie sich Onth Kran gegenüber versündigt. Sie hat alles aufgegeben um mein Leben zu retten. Schon wieder.

Wir sind unterwegs nach Osten. Dort befindet sich eine kleine Hafenstadt in der wir damals mit der Rose angelegt hatten.

Dank Heshes Wissen über diesen Dschungel ist der Rückweg dorthin weitaus unbeschwerter.

 

Liebes Tagebuch,

endlich ist der Alptraum vorbei. Heshe und ich befinden uns sicher an Deck der “Windwunder”. Schon bald werden wir in Aquitaines sein.

Heshe zeigt sich sehr interessiert an den Lehren der Liebreizenden. Vielleicht war meine Reise doch kein Misserfolg. Ich komme tatsächlich mit einem wunderschönen Schatz zum Tempel zurück.

 

Minervas Tagebuch,

ich sah Minerva oft hierrein schreiben. Doch jetzt schreibe ich. ich heiße Heshe. Ein anderes, großes Boot kam. Minerva sagte es sind Verunische Sklavenjäger. Viele Männer mit großen Messern kamen auf unser Boot.

Viel wurde gerufen, es gab Gewalt. Die Männer wollten was haben. Es hieß Zoll. Der Anführer von unserem Boot sagte es gäbe keinen Zoll auf diesen Wassern. Die Männer haben ihn getötet.

Dann sagten die Männer ich sei ein Zoll. Sie wollten mich mitnehmen. Aber Minerva bietete sich anstatt an. Die Männer nahmen sie mit fort.

Zuletzt sagte Minerva ich soll zum Tempel in Aquitaines gehen und dieses Tagebuch der Mutter des Tempels zeigen. Das werde ich tun.

Eines Tages werde ich deine Minerva finden und retten.

———————————————–

 

Und zum Abschluss noch ein Bild von Heshe.

Heshe

Der Herr des Schreckens

Ich habe mir Diablo 3 damals bei  Release gekauft und war ziemlich unterwältigt. Vor einigen Tagen habe ich jedoch gehört, dass Blizzard nun einen Patch veröffentlicht hat, welche dem Spiel eine Generalüberholung verpasst.

Also, geben wir dem Herren des Schreckens noch eine Chance. Juppie!

Schon beim Installieren stellt man fest, dass Blizzard ein fleißiges Bienchen war. Die gesammelten Blizzardspiele werden nämlich nun über einem allgemeinen Starter installiert und gestartet. So eine Art Steam für Blizzies. Das ist recht bequem, denn der Starter ist natürlich direkt mit dem Store verknüpft und sagt mir, was ich nun noch alles kaufen muss um ein echter Blizzter zu werden. (Das Wort habe ich eben erfunden! Copyright by Lola!)

Nach einigen Installationsproblemen, die laut Forum wohl jeder dritte Benutzer hat, kommt das Spiel dann auch endlich übers Internetz auf den Rechner. Ich habe mich auf eine stundenlange Installation vorbereitet. Kennt man ja von WoW damals. Aber Pustekuchen. Schon nach 20 Minuten war die Installation bereit. Also rein in den Spaß.

6ec3a31eb7ce64982c6ffb31750743a2

Punfaa, hier schon mit Level 60 Ausrüstung

Ich entschied mich dazu, meine alten Chars einfach zu löschen und einen sauberen Neustart hinzulegen. So wurde Punfaa, meine Mönchstante (Nonne?) geboren, die auch gleich voller Begeisterung auf den Zombies rumhackte.

Als Big-Bully der Dämonenwelt stürze ich mich ins Getümmel. Ziehe den Untoten die Unterhosen über den Kopf, verteile Kopfnüsse an Dornenbestien und stecke den Teufeln den Kopf ins Klo.  Es fühlt sich wie 10 Minuten an, als ich letztendlich schon dem Schlachter (Boss vom ersten Akt) den Ultimate-Wet-Willy-of-Doom verpasse.

Mit anderen Worten: Das Spiel macht jetzt richtig Spaß. Man kann einen ganzen Tag damit verschwenden ohne es zu merken. Man spielt so eben 5 Minuten und merkt mit einem Blick zur Uhr, dass diese 5 Minuten 10 Stunden gedauert haben.

Mir gefällt, z.B. das neue System der Schwierigkeitsstufen. Wir erinnern uns wie es früher einmal war: Man spielt das Spiel einmal durch, um die nächste Schwierigkeitsstufe frei zu schalten. Dort gibt es dann mehr Exp, Mehr Gold und bessere Items.

Ganz so funktioniert das nun nicht mehr. Man kann nun von vorne rein wählen, wie schwer das Spiel für dich sein soll. Die Monster passen sich generell immer an dein Level an und droppen auch dementsprechende Items. Wenn man den Schwierigkeitsgrad erhöht, bleiben die Monster immer noch in deinem Levelbereich, werden jedoch stärker, haben mehr Leben und droppen mehr Exp und Gold.

Wenn man dann irgendwann mit einem Char die Höchststufe erreicht hat, wird die “Qual” freigeschaltet. Die höchste Stufe. In der kann man nun einen Regler verschieben, das diesen Modus NOCH schwerer macht.

Also von “Normal” bis “Qual 5” findet sich für jeden eine Stufe die er mag. Achja… Man MUSS nicht unbedingt auf Hohen Schwierigkeiten spielen um schöne Items zu bekommen. Die droppen nun auch im normalen Modus. Fühlt man sich also nicht dazu bereit für jeden Boss ins Schwitzen zu kommen, so kann man gemütlich den Normalen Modus immer wieder spielen, bis man, so Rüstungstechnisch, Iron Man in den Schatten stellt.

Leider ist, wie WoW, auch D3 alles andere als Bugfrei. Momentan gibt es z.B. den “Chiltara Drop-Bug”. Das bedeutet folgendes:

Im Spiel gibt es ein Geheimlevel. Also sowas wie das berühmte Kuh-Level in Diablo 2. Diesmal muss man jedoch eine ganze Reihe von seltenen Gegenständen farmen um an den Stab zu kommen, welcher das Portal in die “Ponywelt” öffnet.

Das Farmen hier, entpuppt sich als mehrstündige Aufgabe. Wäre ja nicht so schlimm, Geduld hat mal als eingewöhnte/r MMO-Spieler/In ja. Wenn einer dieser Items nicht grade verbuggt wäre.

Eigentlich sollte es so aussehen: Man geht in ein bestimmtes Gebiet. Sucht dort nach einer Höhle, die nur zu 50% da ist. Ist sie es nicht dann Spiel beenden, neu Laden, weiter suchen. Findet man die Höhle, geht man rein, kämpft sich zur Ebene 2 durch und sucht dort nach Chiltara. Dieser Miniboss ist aber nur so geschätzten 20% dort zu finden. Falls nicht, neu laden.  Aber hat man sie endlich gefunden, haut man sie zu klump und sammelt den Kauderwelschstein ein. Fertig.  Diese Prozedur soll geschätzt so zwei bis drei Stunden dauern.

LEEEIIIIDER hat sich beim neusten Patch ein Fehlerchen eingeschlichen. So hat Chiltara keine 100% dropchance für den Stein, sondern eine viel geringere. Aber das habe ich natürlich erst erfahren, nachdem ich einen ganzen Tag mit dem Farmen verbracht habe. (Ich ging davon aus, dass Chiltara eine Dropchance von 50% hat oder so) Erst nach dem vierten Kill wurde ich skeptisch und schaute ins Forum.

Dort wurde dann von einem Mitarbeiter bestätigt, dass es sich hier um einen Bug handelt. Zwar droppt der Stein noch, aber zu einer “sehr stark verringerten Chance”. Der Bug wird zukünftig behoben, hat aber keine Priorität.

Im Forum war auch zu lesen, dass dieser Bug nun schon mehrere Patches überlebt hat. Man kommt also nicht drum herum, sich an den “Verschwinden-Bug” des WoW-Schurken erinnert zu fühlen, der vom Release des Spiels bis heute überlebt hat….  ich lasse alle Hoffnung fahren und werde wohl nie das geheime Ponylevel erreichen. Schade.